Dukta

Natural Skin, Structural Skin

Dukta ist ein neuartiges Einschneideverfahren, welches Holz und Holzwerkstoffe flexibilisiert. Durch die Einschnitte erhält das Material nahezu textile Eigenschaften und seine Qualitäten und Einsatzbereiche werden erheblich erweitert.

Entstanden ist die Idee zu Dukta in einem von Serge Lunin geleiteten Weiterbildungskurs an der ZHdK. Am Anfang stand der Wunsch, des damals noch studierenden Christian Kuhn, eine Liege aus mehrfach gekrümmten Holzelementen zu bauen. Zusammen erprobten Kuhn und Lunin Alternativen zu den bekannten Verfahren wie Dampfbiegen oder Schichtverleimen. Durch unzählige Experimente zeigte sich, dass bestimmte Schnittanordnungen dem Holz grosse Flexibilität verleihen, es aber gleichzeitig auch schwächen. Aus den spielerischen Anfängen wurden sukzessive gezieltere Untersuchungen, die zu diversen Auszeichnungen und 2009 zu einem 18-monatigen KTI-Forschungsprojekt führten.

Zusammen mit dem Institut für Design und Technologie der ZHdK, der Berner Fachhochschule, Abteilung Architektur, Holz und Bau sowie dem Wirtschaftspartner, der Schreinerei Schneider AG in Pratteln startete im August 2009 das Forschungsprojekt.
Dieses ermöglichte die systematische Erarbeitung der notwenigen Grundlagen für die weitere Produktentwicklung und Produktherstellung. Neben den phänomenologischen Untersuchungen mussten insbesondere die produktionstechnischen Problemstellungen erforscht werden.

Das Zusammenspiel von Gestaltung, Materialtechnologie und Produktionsverfahren erforderte neben theoretischen Erwägungen auch immer viele praktische Versuche, zuerst im Kleinen, dann in grösseren Dimensionen.

Im Bereich der Schallabsorbtion konnte dank den Messungen an der Empa gezeigt werden, dass gewellte Strukturen einen besonders hohen Schallabsorbtionswert in allen Tonlagen aufweisen.

Foto: Dukta
Dukta

Foto: Dukta

Foto: Dukta

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