SuperTex

Structural Skin, Textile Skin

Frei formbare Strukturelemente aus faserverstärkten Kunststoffen

Der Anwendungsbereich von splineTEX® geht vom Sportgerät über Möbel und Gebäudebauteile bis zur Autokarosserie. Die Architektin und Wissenschaftlerin Valentine Troi hat am Institut für experimentelle Architektur der Universität Innsbruck eine neuartigen Leichtbau-Werkstofftechnologie erfunden und entwickelt, die  mittlerweile patentrechtlich geschützt ist. Auf der Basis der Forschungsergebnisse  hat sie Anfang 2011 mit einem hochmotivierten Team an ihrer Seite ein Spin Off Unternehmen gegründet: gemeinsam mit internationalen Industriepartnern wird die superTEX GmbH die Forschungsergebnisse industriell verwerten und in Form von Produkten und Projekten international am Markt positionieren.

Die rasanten Softwareentwicklungen der letzten Jahre haben auch der Architektur und dem Design die Türen in ungeahnte neue Räume geöffnet.  Bislang sind es aber häufig  virtuelle Räume geblieben. Wer sich mit freigeometrischen Formen beschäftigte, konnte sich bei ihrer Formung und Verformung am Computer zwar austoben, bei der Umsetzung von Freiformstrukturen in die Landschaft stieß man jedoch bald an die Grenzen. Die Herstellung von komplexen geometrischen Strukturen ist äußerst kostspielig. Genau bei dieser Problematik setzt die materialtechnologische Erfindung der Architektin Valentine Troi an. Sie und das Gründerteam von superTEX, dessen Mitglieder alle am Institut für experimentelle Architektur. Hochbau an der Universität Innsbruck lehrten und forschten, haben eine revolutionären Werkstofftechnologie entwickelt.  Mit den Faserverbundprofilen splineTEX®  können in Zukunft komplex geometrisch geformte Strukturelemente in unterschiedlichsten Maßstäben mit erheblich reduziertem Kostenfaktor realisiert werden. Der Mehrphasenwerkstoff  auf Basis von Kohle-, Glas-, Basalt – oder Hanffasern kann nämlich in einem  weichen Zustand, in dem er sich wie ein Gartenschlauch verhält,  einfach in die gewünschte Form gebracht werden, bevor er dann gehärtet wird; aufwendiger Formenbau, wie er momentan zur Herstellung freigeformter Strukturbauteile notwendig ist, erübrigt sich dadurch.

Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit an splineTEX® zählen nicht nur mehr Architekten und Designer zu den Kunden. Auch die Automobilindustrie, der Flugzeug –und Bootsbau, sowie die Raumfahrt zeigen sich interessiert an den „flexiblen Faserverbundprofilen“; auf einschlägigen materialtechnologischen Fachmessen und Symposien wurde der  ursprünglich für Architektur- und Designanwendungen entwickelte Werkstoff bereits als Ultraleicht-Alternative zu biegeverformten Metallbauteilen (z.B. Aluminium) gehandelt –dementsprechend sind derzeit z.B. Prototypen für Details an Autos der Zukunft in Planung.

Foto: superTEX
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